Das Traugespräch

Zum vereinbarten Zeitpunkt treffen sich "Katja" und "Felix" im Pastorat oder in der Wohnung der zukünftigen Eheleute.
Dabei werden noch einmal die organisatorischen Fragen angesprochen,
Tag, Datum, Uhrzeit und Ablauf des Gottesdienstes.
Dabei erfahren die beiden, dass ihre Angehörigen, ihre Freunde und Bekannten
während des Gottesdienstes nicht passiv bleiben müssen.
Sie können vielmehr Texte aus der Bibel vorlesen, Gebete formulieren,
auch musizieren, und dem Paar jeweils einen persönlichen Segen zusprechen,
wenn sie wollen.
Der andere Teil des Traugesprächs handelt von der Partnerschaft und von der künftigen Ehe.
Das Leben miteinander wird nicht immer konfliktfrei sein.
Der Alltag kann die Liebe manschmal überfordern.
Wenn die Kirche darauf hinweist,
dann nicht, um Angst zu machen, sondern um zu zeigen,
dass Tolleranz und die Bereitschaft zur Vergebung zum Wesen der gelingenden Ehe gehören.
Sie werden auch gefragt werden, wie Sie zur Religion, zum Glauben stehen.
Dabei geht es nicht um Wahr oder Flasch.
Denn die Fragen stellen der Pastor bzw. die Pastoren nicht als Richter,
sondern als Seelsorger, die zu unverbrpchlichem Schweigen verpflichtet sind.
Sie sollen miteinander über Ihre Liebe, Ihre Ehe, Ihren Glauben ins Gespräch gebracht werden.
Im Traugespräch sprechen Menschen oft über Fragen miteinander, die nicht alltäglich sind,
die aber zum täglichen Leben gehören.
Es ist gut, darüber zu reden, welche Werte wir im Leben für wichtig halten
und miteinander leben wollen - im Umgang mit dem Partner,
im Umgang mit der Welt und nicht zuletzt in der Erziehung der Kinder,
wenn denn eine Familie entstehen soll.

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