Welche Bedingungen gibt es für die kirchliche Trauung?

Zwei haben sich entschieden, zu heiraten. In unserem Beispiel sollen sie Katja und Felix heißen.
Katja wünscht sich eine "Weiße Hochzeit", die es nur in der Kirche gibt.
Felix hat Widerworte. Er ist seit seiner Konfirmation nicht mehr in der Kirche gewesen,
höchstens mal in Italien - zum Besichtigen.
Und dann: "Wie geht das überhaupt, kirchliche Trauung, gibt es da Bedingungen, kostet das etwa was?"
Da ist Katja überfragt.
Doch ein freundliches Paar, das kirchlich getraut wurde, weiß Bescheid:

Die Kirche freut sich über jedes Paar, das die Trauung wünscht,
und kosten tut es auch nichts.
Gebühren werden in der "Heimatgemeinde" in der Regel nicht erhoben.

Wünscht man allerdings eine Kirche, an der man nicht zu hause ist, wird man um eine Spende für die Gastgemeinde gebeten.
In der Regel werden mindestens 200 € für Küster, Organist und Kirche erwartet.

Katja und Felix sind evangelisch-lutherisch

Da Katja und Felix getauft und konfirmiert,
da beide nicht aus der Kirche ausgetreten sind,
steht einer kirchlichen Hochzeit an St. Johannis nichts im Wege.
Wäre Felix einst aus der Kirche ausgetreten, so könnte er jetzt wieder eintreten.
Das geht in der Regel problemlos im zuständigen Pfarramt.

Katja und Felix gehören verschieden Konfessionen an

Angenommen Felix gehörte nicht zu einer evangelischen Landeskirche, sondern zu einer anderen evangelischen Kirche,
z.B. einer Freikirche, so kann die kirchliche Trauung ebenfalls ohne weitere Bedingungen wie oben beschrieben vollzogen werden.
Ist Felix katholisch, sollte er sich, wie es in der katholischen Kirche vorgeschrieben ist, von dem zuständigen Pfarrer eine "Dispens",
eine schriftliche Genehmigung, für die Trauung in einer evangelischen Kirche erwirken.
Felix muss dann nämlich durch seine Kirche von der sogenannten Formpflicht zur katholischen Ehe befreit werden.

Felix läßt sich taufen

Nun stammt Felix aber aus einer nichtchristlichen Familie. Er ist nicht getauft und weiß noch nicht viel vom chrislichen Glauben.
Wünscht er es, so kann er sich von der Pastorin bzw. dem Pastor seiner Heimatgemeinde in einer Reihe von Gesprächen auf die Taufe vorbereiten lassen.
Ein erwachsener Täufling soll schließlich wissen, wozu er "Ja" sagt.
Nach der Taufe ist er - ebenso wie Katja - vollgülitges Mitglied der Kirche.

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